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Bundesligist TuS Metzingen erwartet am Samstag (20 Uhr, Öschhalle) die HSG Bad Wildungen Vipers.

Manche Ergebnisse sprechen für sich. „Bad Wildungen hat in Leverkusen gewonnen. Da muss ich eigentlich gar nichts weiteres mehr sagen.“ TuS-Trainer André Fuhr wird dies in die Team-Besprechungen vor der samstäglichen Partie gegen die HSG Bad Wildungen einfließen lassen. Das fruchtet sicher, weil bei seinen Damen die 22:26-Niederlage noch nachhallt, nicht gänzlich vom fulminanten 38:19-Kantersieg in Oldenburg überstrahlt wird. Freilich wäre es auch Quatsch, den gänzlich auszublenden. Gut haben die TusSies bei ihrem Lieblingsgegner gespielt, vor allem sehr effektiv.

Wenn man in dieser Spur weiterfährt, wird das pinke Schiff auch die Klippe HSG Bad Wildungen umschiffen. Wobei der Spitzname Programm ist. Die „Vipers“ können richtig giftig werden, wenn man ihnen nicht gleich den Zahn zieht. Trotzdem gibt es keine Diskussionen. „Wir sind Favorit“, sagt der TuS-Trainer und erwartet von seiner Mannschaft einen dementsprechenden Auftritt.


Kathis Schulter schmerzt


Nicht mitmachen kann nach Lage der Dinge Katharina Beddies, der die Schulterverletzung aus dem Training zu schaffen macht. „Kaputt ist nichts“, sagt ihr Trainer, Schmerzen hat die Linksaußen wegen einer Zerrung trotzdem. Tamara Haggerty, die in Oldenburg geschont wurde, weil sich ein leichtes Ziehen im Oberschenkel gemeldet hatte, wird gegen ihren Ex-Klub auflaufen. „Sie ist spielfähig“, vermeldet ihr Trainer. Dorina Korsos indes noch nicht. Zumindest läuft sie nach einem Meniskus-Eingriff schon wieder. Mit ihr ist frühestens nach Ostern zu rechnen. Isabell Roch, zuletzt mit Hüftproblemen behaftet, meldete sich bei der Pressekonferenz ebenfalls einsatzbereit. Die scheidende TuS-Keeperin erwartet einen kämpferischen Gegner. „Sie stecken auch nach Rückständen nie auf, sind immer hochmotiviert, stellen zudem eine unangenehme Abwehr“, sagt Isabell Roch. Den Schlüssel zum Erfolg hat sie aber auch: „Konzentriert sein und über die erste und zweite Welle in unseren Flow kommen.“

Das sieht Trainer André Fuhr genauso. Als Schablone könnte man das Spiel in Oldenburg nehmen. „Über eine stabile Abwehr ins Tempospiel kommen“, umschreibt Fuhr die hoffentlich siegbringende Vorgehensweise. Wenn dann die Chancenverwertung auf einem ähnlichen Level wie in Oldenburg liegt, passt alles.

Gespannt ist Fuhr darauf, wie seine Mannschaft ohne Druck agiert, ob sie auch vor eigenem Publikum befreit aufspielen kann. Es ist schon noch spannend in der Bundesliga. Oben duellieren sich die SG BBM Bietigheim und der Thüringer HC punktgleich um den Titel, unten wird in einem engen Rennen der zweite Absteiger neben Nellingen gesucht. Um Platz vier wird ebenfalls noch gerungen. „Davon sind wir nicht betroffen. Das ist aber doch kein schlechtes Gefühl“, verweist der Komandogeber auf den dritten Platz. Den haben die TusSies sicher und damit auch die Teilnahme am EHF-Cup in der kommenden Spielzeit.

Das Highlight wartet

Trotzdem ist für die TuS Metzingen die Saison noch nicht gelaufen. André Fuhr steckt die Eckpunkte ab. „Mit dem Final Four haben wir das absolute Highlight noch vor uns. Nicht nur im Hinblick darauf wollen wir uns Schritt für Schritt weiterentwickeln.“ Am Samstag kommt ein weiterer Aspekt hinzu: „Es ist ein Heimspiel. Da sind alle hochmotiviert.“ Das ist versprochen. Dann gibt es für das Team noch etwas sehr Wichtiges zu erledigen. Am Donnerstag feierte der Coach Geburtstag und erwartet natürlich ein Geschenk in Form von Punkten.

Wolfgang Seitz
Sportredakteur der SWP