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Das Tempo wird hochgehalten

Die TuS Metzingen lässt es auch in der Liga krachen: 43:29-Sieg gegen den VfL Oldenburg.
Metzingen. Klare Botschaft von Kelly Vollebregt: „Das Spiel geht bei 0:0 los.“ Hat sie am Samstag gesagt und jenes am Sonntag gemeint. Es endete 43:29. Zwischen den beiden Spiel-Polen tat sich Bemerkenswertes. Es ging nicht so sehr gut los für die TuS, die sich mit der 5:1-Deckung des VfL Oldenburg auseinandersetzen musste. Das klappte aber mit Laufspiel, Shenia Minevskaja und Monika Kobylinska machten die erfolgreichen Wege. Der VfL steckte viel an den Kreis durch, wo Cara Hartstock fast alles verwertete. Die TusSies trafen nicht immer, hatten Probleme mit dem Gebälk, phasenweise auch im Aufbau. Sämtliche Phasen waren in der 16. Minute (10:8) vorbei. Die TusSies gingen steil und führten plötzlich mit 14:8 (21.).
„Die Art und Weise war schon sehr souverän, in manchen Phasen beeindruckend. Wir sind eine richtige Angriffsmaschine“, sagte Trainer André Fuhr. Und die ballerte sich zum 22:14-Zwischenergebnis nach 30 Minuten. Delaila Amega traf zwei Mal hintereinander ins leere Tor, Monika Kobylinska eigentlich immer. „Wir sind gut ins Tempospiel gekommen, ich bin mit beiden Spielen sehr zufrieden“, fasste Marlene Zapf zusammen, die in der zweiten Hälfte auch Qualitäten aus dem Rückraum offenbarte.

Die Mannschaft ist der Star

Was André Fuhr wechseltechnisch auch anstellte – es hat gepasst. „Man darf nicht vergessen, dass der Ausfall von Marija Obradovic ein schwerer Schlag für uns war. Und wir machen einfach weiter, als sei nichts gewesen“, wunderte sich der Coach ein bisschen. „Wir werden auf dem Boden bleiben, obwohl acht Siege in Folge natürlich super sind. Unsere Stärke ist die geschlossene Mannschaftsleistung“, sagte Spielführerin Julia Behnke.
Und diese Mannschaft brannte ein pinkes Feuerwerk ab, führte schnell mit zehn Toren (29:19, 41.). Da hatte sich Delaila Amega der Siebenmeter angenommen, es fiel die 40er-Schallmauer durch Maren Weigel (57.). Marlene Zapf steuerte den Treffer zum 43:29-Endstand bei. Patricia Kovacs hob die Unberechenbarkeit hervor, mit der man im Rückraum wirbelt. „Ich komme immer besser ins Team rein, übernehme mehr Verantwortung.“ Und alle zusammen haben sie noch nicht genug.
Bundesliga

TuS Metzingen gegen VfL Oldenburg 43:29

TuS Metzingen: van de Polder, Roch – Zapf (6/1), Amega (7/2), Kobylinska (7), Kovacs (4), Welser, Minevskaja (3), Harsfalvi (3), Weigel (3), Vollebregt (2), Haggerty (1), Beddies (1), Behnke (6)
VfL Oldenburg: Renner, Ferenczi – Fragge (1), Birke (1), Genz, Jongenelen (1), Martens (2), Behrend (2), Geschke (9/4), Logvin, Hartstock (6), Mikkelsen (2), Schoenaker (2/1), Roller (3)
Siebenmeter: 4/3 (Zapf scheitert) – 5/5
Zeitstrafen: Haggerty – Behrend
Schiedsrichter: Fabian und Christian vom Dorff (Kaarst)
Zuschauer: 1050

Wolfgang Seitz
Sportredakteur der SWP