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Nach zuletzt nur 3:9 Punkten aus den letzten sechs Bundesligaspielen und aktuell nur Tabellenrang sieben haben sich die Verantwortlichen der TuS Metzingen am gestrigen Montagnachmittag an einen Tisch gesetzt, um die bedrohliche Situation zu besprechen. Nach intensiver Auseinandersetzung mit den aktuellen Problemen und unter Rücksprache mit der Mannschaft, kamen Geschäftsführer und Trainer zu der Auffassung, dass unter diesen Umständen eine sofortige Beendigung der Zusammenarbeit für alle Beteiligten am Besten ist. René Hamann-Boeriths verlässt somit nicht erst nach Saisonende den Handball-Bundesligisten, sondern wird vorzeitig in seine dänische Heimat zurückkehren. Bis auf Weiteres wird Co-Trainerin Edina Rott die sportlichen Geschicke weiterführen. Ab der neuen Saison übernimmt dann der bereits verpflichtete Cheftrainer Andre Fuhr die Leitung der 1. Mannschaft der TUSSIES. Der Verein möchte sich an dieser Stelle bei René Hamann-Boeriths bedanken und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute.

Stimmen zur Entscheidung:

Ferenc Rott:

„Ich bin sehr traurig, dass wir die Zusammenarbeit nicht bis zum Saisonende fortsetzen können. Die Verpflichtung von Rene obliegt ausschließlich meiner Verantwortung und das vorzeitige Scheitern muss ich somit teilweise auch auf mich nehmen. Aber nach der Niederlage in Leverkusen und der dort gezeigten Leistung war uns allen bewusst, dass sich unter der aktuellen Konstellation nur noch schwer etwas ändern lässt. Ich erhoffe mir, dass sich durch kleine Änderungen und durch neue Impulse der Abwärtstrend aufhalten lässt. Natürlich nehme ich dafür auch die Mannschaft mit in die Pflicht. Mit so vielen Nationalspielerinnen muss es uns möglich sein, dass wir wieder bessere Leistungen zeigen und die Spiele gewinnen, um unsere Saisonziele zu erreichen. Wir stehen gemeinsam in der Verantwortung, dafür alles unterzuordnen und alles zu geben.“

René Hamann-Boeriths:

„Ich habe von Anfang an gesagt, dass bei mir der Verein und dessen Erfolg und Weiterentwicklung an erster Stelle stehen. Ich bin mir meiner Verantwortung bewusst, aber auch gleichzeitig enttäuscht, dass ich es nicht geschafft habe, die gesteckten Ziele zu erreichen und ich deshalb die Mannschaft nicht bis zum Saisonende betreuen kann. Die TUSSIES haben immer noch die Chance in den letzten fünf Spielen zehn Punkte zu holen und beim DHB-Pokal Final 4 den ersten Titel der Vereinsgeschichte zu gewinnen. Dafür wünsche ich Ihnen nur das Beste. Ich werde den Verein und auch die Fans vermissen. Es war immer eine unglaubliche Stimmung in der Öschhalle, die ich vorher nur selten so erlebt habe. Vielen Dank an alle, die mich in den letzten Monaten hier in Metzingen unterstützt haben. Ich wünsche dem Verein alles Gute.“