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Erstligist TuS Metzingen gewinnt vor 500 Zuschauern das Testspiel gegen Frisch Auf Göppingen mit 29:25 (15:13).
Das Spiel müsste eigentlich nach dem Geschmack der beiden Trainer gewesen sein. Sowohl die TuS Metzingen als auch Frisch Auf Göppingen spielten gefällig – aber nicht fehlerfrei. So bleibt also auch für die letzte Vorbereitungswoche noch Arbeit übrig, es haben sich im Test unter Nachbarn Schwerpunkte aufgetan, die es zu beackern gilt.Bei der TuS Metzingen ist dies in erster Linie die Deckung, die Richtung Kreis noch verdichtet werden muss. Da rutschte zu viel durch, Passwege wurden nicht konsequent zugestellt, was die Damen Adamkova und Krhlikar in der grün-weißen Nahwurfdistanz weidlich zu nutzen wussten. Dass drei Siebenmeter nicht den Weg ins Netz fanden, freie Gelegenheiten ebenfalls nicht, wird bei den TusSies sicher auch zur Sprache kommen.
Die taten sich besonders zu Beginn recht schwer, wirkten fahrig, lagen meist im Hintertreffen. Erst ab dem 4:8 (15.) ging es voran bei den in Brombeer spielenden Pink Ladies. Sie konnten sich im ersten Abschnitt auf Lena Degenhardt verlassen, die im Rückraum gute Szenen hatte. Simone Petersen war in der Mitte die Ideengeberin, wurde mit zunehmender Spieldauer immer besser.
Dorina Korsos hatte beim 9:9 (22.) für den Ausgleich gesorgt, die Pausenführung zeichnete sich allerdings erst in der letzten Minute der ersten Hälfte ab, als Bo van Wetering und Lena Degenhardt in rascher Folge zwei Gegenstöße erfolgreich zum Abschluss brachten. Das 15:13 war auch Torhüterin Madita Kohorst zu verdanken, die unter den Augen von Bundestrainer Henk Groener einiges zu fassen bekam

Gegenstöße und Tore
Hälfte zwei verlief weitaus entspannter aus TuS-Sicht, weil man einiges durchkreuzen konnte im Göppinger Spielaufbau. Das führte zu Gegenstößen und jene oft zu Toren. Das 22:17 in der 43. Minute, erzielt durch Patricia Kovacs per Solo, war schon eine Vorentscheidung, Göppingen kam weiterhin gerne über den Kreis, konnte die TuS aber nicht mehr aufhalten, bei der munter gewechselt wurde. So zeigte am Ende Laetitia Quist im rechten Rückraum ihr Können, Simone Petersen packte feine Pässe aus, an denen sich zum Beispiel Kreisläuferin Cara Hartstock erfreute. Es gab bis zum 29:25 keine besonderen Vorkommnisse mehr.

Auf den Punkt spielen

Trainerin Edina Rott war insgesamt zufrieden, musste aber auch einiges kritisieren: „Zu Beginn war die Abwehr nicht stabil, hat nicht das gemacht, was wir besprochen haben. Deshalb kamen wir auch nicht in die Gegenstöße. Im Positionsangriff haben wir zunächst nicht auf den Punkt gespielt. Das wurde alles besser, verworfen haben wir in der Summe aber zu viel. In der zweiten Halbzeit haben wir uns wesentlich geschickter angestellt, kamen in unser Tempospiel, zu Chancen und zu Toren.“ Das mit dem Kreisspiel ist natürlich auch der Trainerin aufgestoßen. „Klar müssen wir das besser verteidigen, da waren wir oft naiv. Göppingen macht das aber auch exzellent, war deshalb genau der richtige Testgegner.“

TUSSIES vs. Frisch Auf Göppingen 29:25
TuS Metzingen: Kohorst, Roth (ab 44.) – Zapf (3/2), Janiszewska (1), Pandza (1), Quist (2), van Wetering (4), Petersen (5/2), Kovacs (5), Degenhardt (3), Rott, Hartstock (2), Hübner, Haggerty (1), Korsos (2)

Marlene Zapf ist die neue Kapitänin

Erstmals führte TuS-Rechtsaußen Marlene Zapf das Team als Kapitänin aufs Feld. Die deutsche Nationalspielerin ist seit 2014 bei den TusSies und tritt die Nachfolge von Julia Behnke an. Den Mannschaftsrat komplettieren Maren Weigel, die wie Zapf seit 2014 im Kader ist, Patricia Kovacs und Delaila Amega. Die neue und alte TusSies-Trainerin Edina Rott lobt die neue Spielführerin, der sie vollkommen vertraut: „Mit ihrer Reife und ihrer Persönlichkeit bringt Marlene alle Voraussetzungen mit, um dieses Amt auszuüben. Wir vertrauen ihr absolut.“

Bericht: SWP – Wolfgang Seitz