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Saisonaus für Marija Obradovic. Diese niederschmetternde Nachricht musste am Montag Ferenc Rott, Manager der TuS Metzingen, übermitteln. Acht Minuten waren am Samstag gespielt, als die serbische Nationalspielerin nach einem Zweikampf mit Leverkusens Anna Seidel verletzt liegen blieb. Schon unmittelbar danach kam der schreckliche Verdacht auf, dass sich die Rückraumspielerin einen Kreuzbandriss zugezogen hat. Seit gestern ist es Gewissheit, eine MRT-Untersuchung hat es bestätigt.„Sie war zuletzt in sehr guter Form, ein wichtiger Faktor in unserem Spiel“, sagte Ferenc Rott. Alles weitere wird nun mit der medizinischen Abteilung besprochen. Bei optimalem Heilungsverlauf wird Obradovic zur Vorbereitung auf die Saison 2019/2020 wieder an Bord sein.

„Wir müssen überlegen, wie wir darauf reagieren, was machbar ist“, so der Manager. Nicht ausgeschlossen, dass ein Ersatz verpflichtet wird, der zumindest für Entlastung sorgen kann. Zur Erinnerung: Die TuS Metzingen hat bereits drei Kreuzbandgeschädigte im Kader. Torhüterin Madita Kohorst und Linksaußen Dorina Korsos liebäugeln mit einem Comeback nach der EM-Pause im Dezember – pünktlich zu Weihnachten. Bei Anika Niederwieser dauert es noch länger. Und sie ist jene Spielerin, die positionstechnisch dort zu Hause ist, wo Marija Obradovic nun schmerzlich vermisst wird.

Wolfgang Seitz
Sportredakteur der SWP