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BVB lässt den TUSSIES keine Chance 

Die TuS Metzingen ist zum Saisonauftakt bei Borussia Dortmund mit 40:25 (22:11) unter die Räder gekommen. Das Team von Henk Groener stellte dabei die Zeichen bereits frühzeitig auf Sieg und untermauerte den Anspruch, in dieser Saison um den Titel zu spielen.

Dortmund/Metzingen. Einen rabenschwarzen Tag erwischten die TUSSIES Metzingen beim Auswärtsspiel in Dortmund. Dabei zeigte sich Metzingens Trainerin Miriam Hirsch vor der Partie durchaus angriffslustig. „Auch wenn Dortmund für mich ein Kandidat auf die Meisterschaft ist, so ist es unser Ziel, sie heute so lange als möglich zu ärgern“, meinte die Metzinger Trainerin.

Ihre Mannschaft wirkte auf dem Spielfeld anschließend jedochäußerst fahrig und, was wohl auch der Anzahl von insgesamt acht Neuzugängen geschuldet ist, noch nicht eingespielt genug, um ein Spitzenteam in deren Halle über längere Zeit in Bredouille zu bringen. Hinzu kam, dass Charlotte Cholevová zwar im Kader stand, verletzungsbedingt allerdings nicht mitwirken konnte.

Nach anfänglichem Abtasten, beide Teams ließen zu Beginn mehrere Möglichkeiten liegen, gingen die TUSSIES durch Naina Klein in Führung. Doch fiel es Metzingen in der Folge gegen die Dortmunder 6:0-Deckung schwer, zu Abschlüssen zu kommen. Der BVB zog rasch über 4:1 auf 8:4 davon ehe Miriam Hirsch erstmals zur Auszeit auf den Buzzer drückte. Sie versuchte ihr Team neu auf das schnelle Spiel des Gegners einzustellen und gab für den Angriff weitere Ideen an die Hand. Einzig an der Überlegenheit der Dortmunderinnen, bei denen Rückkehrerin Alina Grijseels die Fäden zog, änderte dies wenig.

Nach gut 15 gespielten Minuten betrug der Rückstand sieben Tore. Die TUSSIES mussten sich jeden eigenen Treffer mehr als hart erarbeiten, während es in der Deckung hingegen immer wieder Lücken gab, die die Schwarz-Gelben gnadenlos ausnutzten. Nach einer Zeitstrafe gegen Santina Sabatnig zog Dortmund vorentscheidend davon und beim Stand von 18:8 nahm Hirsch in der 23. Minute bereits ihre zweite Auszeit. Letztendlich ging es beim Stand von 22:11 in die Kabinen.

Mit einem 3:0-Lauf direkt nach der Pause setzte sich der BVB weiter ab und blieb auch in der Folgezeit in allen Belangen überlegen. Auf dieser Erfolgswelle reitend, gelang dem Team von Coach Henk Groener nahezu alles. Dies war jedoch nicht nur auf die individuelle Klasse, sondern auch auf das imposante Zusammenspiel der Schwarz-Gelben zurückzuführen.

Als Sabrina Tröster etwa zehn Minuten vor der Schlusssirene den 20. Treffer für Metzingen markierte, standen deren 36 für den BVB zu Buche. Und auch wenn die finalen fünf Minuten, wie von Hirsch im letzten Team-Time-Out gefordert, mit 4:2 an die Pink Ladies gingen, so war am Ende ein deutliches 40:25 auf der Anzeigetafel abzulesen.

Die Metzinger Trainerin musste nach dem Spiel tief durchatmen: „Dortmund machte ein gutes Spiel, wobei wir sie allerdings auch dazu bringen. Mit unserem Rückzug bin ich, vor allem in der ersten Halbzeit, absolut nicht einverstanden. Anschließend lassen wir den Ball zwar im Angriff etwas besser laufen, aber aus diesem Spiel müssen wir nun schnell lernen“, so Hirsch.

Auch Nele Franz stellte sich kurz nach der Begegnung und meinte: „Das haben wir uns anders vorgestellt, obwohl wirwussten, dass das kein leichtes Spiel wird. Wir hatten viel zu viele Fehler in unserem Spiel und es dem BVB damit leicht gemacht.“

Endergebnis: Borussia Dortmund TuS Metzingen 40: 25 (22:11)

Dortmund: Szikora, Wachter (1) (beide Tor) Grijseels (4/1), Abbingh (3/2), Kusian 1), Antl 3), van Maurik 4), Langer 3), Müller (2), Nielsen 5/1), Lassource (5/2), Husebo (1), Olsson, Vollebrecht (3), Egeling 2), Bleckmann (3)

TUSSIES: Weiss, Suba (beide Tor) – Lindemann (6/5), van Vliet(2), Tröster (5), Klein (4), Franz (1), Schlegel (3), Goldammer, Sabatnig (3), Demmel, Bitolo (1), Stumpf, S. Hübner, C. Hübner, Cholevová

Siebenmeter: 6/6 – 5/5

Zeitstrafen: 2 – 2

Trainer: Henk Groener – Miriam Hirsch

Schiedsrichter: Leon Bärmann und Nico Bärmann

Zuschauer: 689