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Die Derbypunkte strahlen pink

Die TuS Metzingen gewinnt bei Frisch Auf Göppingen mit 31:25 (14:11), gibt dem Punktekonto (6:4) damit einen positiven Touch.

Es war ein hartes Stück Arbeit, das die TuS Metzingen in der EWS-Arena zu erledigen hatte. Anders konnte man es gegen die kampfstarken Frauen von Frisch Auf Göppingen aber auch nicht erwarten. Die mussten auf Michaela Hrbkova verzichten, bei den TusSies musste Lena Degenhardt passen, die von frühen Grippeviren heimgesucht wurde.
Am Ende war es ein klares Ding. Die TuS Metzingen marschierte zielstrebig davon. Von 20:24 (48.) ging es hoch auf 20:28 (53.). Simone Petersen traf vom Strich immer, versenkte jeden ruhenden Ball, Maren Weigel war für die Kunststücke zuständig, zauberte ihre Bälle rein. Es war die Phase, in der bei Göppingen ein Nachlassen der Kräfte unübersehbar war, obwohl die Grün-Weißen hinten raus das Ergebnis noch erträglicher gestalten konnten. Der finale 31:25-Sieg entsprach dann auch den Kräfteverhältnissen. Die TusSies haben ihre Derbysache gut gemacht, geglänzt wurde nicht immer. Trainerin Edina Rott reümierte: „Wir haben nie lockergelassen und den Sack dann rechtzeitig zugemacht.“

Luft nach oben

Im ersten Abschnitt ließen die Sieben-Keltern-Städterinnen noch Luft nach oben. Dabei begann es vielversprechend. Bis zum 3:8 (16.) hatten sowohl Anika Niederwieser als auch Marlene Zapf jeweils drei Mal getroffen, Zapf gar per Hattrick. Frisch Auf wurde ab dem 3:3 (8.) klein gehalten. Nachdem Madita Kohorst den zweiten Siebenmeter von Iris Guberinic gehalten hatte, kam ein kleiner Bruch ins Spiel der Pink Ladies. Sie agierten in der EWS-Arena nicht fehlerfrei, mussten sich dann auch mit einer 5:1-Deckung auseinandersetzen, außerdem tauchten die Göppingerinnen in doppelter Besetzung am Kreis auf. Frisch Auf witterte nicht nur Morgen- sondern fast Ausgleichsluft, 9:10 Guberinic (27.). Elf schwache Minuten der Gäste, die TuS-Abwehr ließ sich des öfteren überrumpeln. In die Halbzeitpause nahm man aber immerhin eine 14:11-Führung mit, kräftig mitgeholfen hat Simone Petersen mit ihren ersten drei Siebenmetern.
Bo van Wetering war schon vor dem Seitenwechsel warmgelaufen, nahm den Schwung mit in die zweite Hälfte, die ähnlich verlief wie ihre Vorgängerin. Zunächst war die TuS weg beim 13:18 (Tamara Haggerty, 35.), Frisch Auf ließ aber nicht locker (15:18, 37.). Pech war auch im Spiel, Delaila Amega und Anika Niederwieser malträtierten das Torgebälk, Madita Kohorst rutschten zwei Bälle durch die Hosenträger.
Im Angriff hatten die TusSies aber immer die richtigen Antworten parat. So konnte das holländische Doppel, van Wetering/Amega, auf 17:22 stellen, ehe es ab dem angesprochenen 20:24 dann richtig klar wurde.

Stimmen zum Spiel

Die TuS-Mädels waren zufrieden. „Wir haben den Schwung vom Wochenende mitgenommen, Zusammenspiel und Spielverständnis werden immer besser“, sagte Patricia Kovacs. Auch Bo van Wetering fand den Auftritt ganz in Ordnung: „Wir haben gut strukturierte Angriffe gespielt und das Tempo bis zum Schluss hochgehalten.“ Und Nicole Roth war vom pinken Anhang begeistert. „Die Unterstützung der Fans war unglaublich. Ich habe mich gefühlt wie in der Öschhalle, es war quasi wie ein Heimspiel.“

FA Göppingen: Zec, Jankovic, Lengyel – Brugger (2), Blanke (5/3), Schindler (2), Guberinic (7/1), Morf-Bachmann (5), Adamkova (3), Krhlikar (1), Welter, Haberle, Schwenk, Ehmann
TuS Metzingen: Kohorst, Roth – Zapf (3/1), Janiszewska (1), Pandza, Amega (1), Quist, van Wetering (5), Petersen (6/5), Kovacs (3), Rott, Niederwieser (5), Weigel (4), Hartstock, Haggerty (2), Korsos (1)
Siebenmeter:7/4 (Guberinic 2 und Blanke scheitern) – 7/6 (Zapf scheitert)
Zeitstrafen:
Krhlikar (2), Guberinic – Pandza, Niederwieser, Korsos

Schiedsrichter: Tanja Kuttler, Maike Merz
Zuschauer: 964