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Am Ende erhöht sich das Punktekonto

Zum Abschluss der englischen Woche gewinnen die TUSSIES Auswärts bei der HSG Bensheim/Auerbach mit 24:30.

Der Mittwoch steckte in den Knochen

Wie in den Partien zuvor stand es nach zwei Minuten bereits 3:0. Allerdings führten diesmal nicht die TUSSIES, sondern der Gegner. „Wir haben auf jeden Fall das Spiel vom Mittwoch noch gespürt,“ gab Delaila Amega zu protokoll. Auch Nicole Roth machte das Spiel gegen den THC für den schwachen Start verantwortlich: „Wir hatten ein richtiges Powerspiel in den Knochen. Uns war klar, dass wir nicht direkt so weitermachen können, aber als Team haben wir uns reingekämpft.“ Nach dem kurzen Stotter-Start fanden die TUSSIES wieder in die Spur und erzielten schnell das 3:3. Ab diesem Moment bekamen die gut 1.000 Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel zu sehen, bei dem die Führung regelmäßig wechselte. Erst kurz vor Schluss gelang den TUSSIES durch Tore von Simone Petersen und Delaila Amega die 10:12 Pausenführung.

Zwei Phasen bestimmen die zweite Halbzeit

Nach Wiederanpfiff blieb der Vorsprung der TUSSIES konstant zwischen 1 und 3 Toren. In der 43 Minute, beim Stand von 16:18 konnte die nach der Pause eingewechselte Nicole Roth einige Bälle parieren und die TUSSIES kamen in Ihr Tempospiel. Innerhalb von 3 Minuten und 24 Sekunden wuchs der Vorsprung auf 16:22 an. Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm nahm die Auszeit und sah das später als Knackpunkt im Spiel: „Metzingen hat verdient gewonnen, aber ich denke das Ergebnis ist zu hoch ausgefallen. Wir haben nach der Pause eine Phase, in der wir es Metzingen viel zu leicht machen. Zwar kämpfen wir uns wieder ran, aber müssen dann in den Schlussminuten erneut alles versuchen und verlieren dann am Ende mit sechs Toren.“ Das die Hausherrn nach der Auszeit wieder auf 20:23 aufschließen konnten, lag mitunter an der roten Karte gegen Laetita Quist und zusätzlich einer zwei Minuten Strafe gegen Tamara Haggerty. Aber auch von der doppelten Unterzahl ließen sich die TUSSIES nicht beirren. Spielten weiter geduldig Ihre Chancen aus. Vor allem Delaila Amega (7) und Maren Weigel (6) waren zu diesem Zeitpunkt sehr treffsicher aus dem Rückraum. Für Edina Rott überwog am Ende die Freude über die zwei Punkte: „Im Vergleich zu Mittwoch waren wir heute der Favorit und wir mussten unbedingt gewinnen, damit der positive Effekt nach dem THC-Spiel weiter anhält. Natürlich haben wir heute mehr Fehler gemacht, aber wir haben auch 30 Tore erzielt und am Ende unser Punktekonto aufgestockt, das ist was jetzt zählt.“

Besonders erfreulich waren die Szenen direkt nach dem Abpfiff. Die rund 50 mitgereisten Fans skandiert lauthals „Auswärtssieg, Auswärtssieg…“ und posierten danach mit den TUSSIES gemeinsam für das Siegerbild. Ein Moment der sinnbildlich dafür steht, wie eng Mannschaft und Fans verbunden sind und was gemeinsam erreicht werden kann.

Bensheim: Kockler, Van Beurden (beide Tor), Hurst, Stuttfeld, Dekker (3), Hoekstra (1), Friedberger (2/2), Kühlborn (2), van Gulik (2), Maidhof (9/5), Ivancok (4), Niewiadomska

TUSSIES: Kohorst, Roth (beide Tor), Zapf (2), Janiszewska (3), Pandza, Amega (7), Quist, van Wetering (4), Petersen (3/1), Kovacs, Niederwieser (2), Weigel (6), Hartstock, Haggerty (3), Korsos

Zeitstrafen: van Gulik – Zapf, Amega, Quist (Rote Karte), Niederwieser, Weigel, Haggerty (2) Zuschauer: 1120
Schiedsrichter: Heine/Steven