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TUSSIES in der Schlussphase unterlegen

Bis in die Crunchtime lieferten sich die TUSSIES Metzingen und Borussia Dortmund einen engen Fight. Am Ende setzte sich der Tabellenführer durch und kam mit einem Schlussspurt zu einem 32:39 Sieg. Johanna Farkas gab ihr Debüt im TUSSIES Trikot.

Tübingen/Metzingen. Das war ein anderes Gesicht als noch zuletzt beim Auswärtsspiel in Göppingen, welches die TUSSIESden 1.319 Zuschauern in der Paul Horn-Arena präsentierten. Vor den Augen von Bundestrainer Markus Gaugisch legten die Pink Ladies eine starke Anfangsphase an den Tag und führten nach gut zwei Minuten durch Charlotte Cholevová und Gabriela Bitolo mit 2:0. Die Borussia lies zu Beginn einiges an Möglichkeiten liegen und so kam Metzingen – nach vier torlosen Minuten – zu den Treffern drei und vier, ehe sich Dortmund nach acht Zeigerumdrehungen mit dem ersten Tor im Spiel anmeldete.

Doch auch die folgenden Minuten gehörten den Pink Ladies und im Angriff hieß die Lösung zumeist Gabriela Bitolo. Für die brasilianische Nationalspielerin standen beim 6:2 Zwischenstand (10.) bereits vier Treffer zu Buche. Doch nach und nach kam der BVB zusehends besser in die Partie und dies zumeist mit einemüberfallartigen Tempospiel. Tor um Tor verkürzte das Team von Henk Groener und nach 13 Minuten fiel erstmals der Ausgleich (8:8). Was sich in der Folgezeit entwickelte, war ein spannendes Bundesligaspiel, in dem Metzingen vorlegte und der Tabellenführer dranblieb. So zumindest bis kurz vor dem Wechsel, denn da gelang es dem Team von Miriam Hirsch sich auf 18:15 abzusetzen und einen Drei-Tore-Vorsprung nahmen die TUSSIES auch mit in die Kabine – Halbzeitstand 21:18.

Johanna Farkas mit erstem Einsatz

Ab Mitte des ersten Abschnitts wirkte auch TUSSIES Neuzugang Johanna Farkas mit. Nach ihrer Schulterverletzung stand die Ungarin erstmals im Kader und setzte sogleich im Angriffsspiel mit ihrer Spielintelligenz Akzente. Zudem trug sich Farkas selbst zwei Mal in die Torschützenliste ein.

Im zweiten Abschnitt konnte Dortmund nach eigenem Anwurf verkürzen und in der 38. Minute erstmals wieder ausgleichen. Doch die TUSSIES gestalteten die Partie weiterhin offen, auch wenn die Treffsicherheit der ersten Hälfte mehr und mehr schwand.  Selbst nach erstmaligem Führungswechsel beim 26:27 (41.) war weiterhin Hochspannung angesagt. Es blieb eine Begegnung auf des Messers Schneide – zumindest bis zehnZeigerumdrehungen vor Ende. In der Crunchtime konnten sich die Gäste binnen kurzer Zeit auf bis zu acht Treffer absetzen (29:37 / 57.) und somit war auch die Entscheidung gefallen. Zwar gelang Metzingen noch etwas Ergebniskosmetik, doch der Favorit setzte sich schlussendlich mit 32:39 durch.

„Wir wollten nach der Niederlage in Göppingen unbedingt eine Reaktion zeigen und das ist uns heute – vor allem im ersten Abschnitt – gelungen. Schade, dass wir in der zweiten Halbzeit nicht mehr die Abschlussquote hatten. Die Höhe der Niederlage tut zum Schluss weh, aber spielerisch war es eine deutliche Steigerung auch im Vergleich zum Hinspiel in Dortmund“, sagte TUSSIES Trainerin Miriam Hirsch nach der Partie.

Zur TUSSIE des Spiels wurde  Kapitänin Svenja Hübnergewählt, die bei sechs Versuchen sechs Treffer erzielte und zudem noch drei 7-Meter herausarbeiten konnte. Sie schloss sich den Worten ihrer Trainerin an: „Wir haben uns sehr über die Niederlage in Göppingen geärgert und heute super ins Spiel gefunden. In der zweiten Halbzeit haben wir jedoch zu wenig Lösungen erarbeitet und nur elf Tore sind dann gegen Dortmund zu wenig.“

Bereits am kommenden Mittwoch wartet das nächste Heimspiel auf die Pink Ladies. Zu Gast in der Paul Horn-Arena ist dann der Tabellenzweite, die HSG Blomberg-Lippe.

Endergebnis: TUSSIES Metzingen – Borussia Dortmund32:39 (21:18)

TUSSIES: Weiss, Suba (beide Tor) – Lindemann (8/3),Tröster(3), Klein (1), Franz (1), Schlegel, Goldammer, Sabatnig, Farkas(2), Demmel , Bitolo (9), S. Hübner (6), C. Hübner, Cholevová(2)

Borussia Dortmund: Szikora, Wachter – Grijseels (7), Antl, van Maurik (6), Nielsen (4), Lassource (10), Husebo, Olsson (1), Vollebregt (2), Egeling (4), Bleckmann (5), Menne, Lehmann

Siebenmeter: 3/3 – 4/4

Zeitstrafen: 1 – 0

Trainer: Miriam Hirsch – Henk Groener

Schiedsrichter: Markus Kauth und André Kolb

Zuschauer: 1.319