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In der Bundesliga gastiert die TuS Metzingen am Mittwoch (19.30 Uhr) bei Borussia Dortmund – dem Team von André Fuhr.

Vier Spiele in eineinhalb Wochen warten auf die TusSies. Jede der anstehenden Partien hat ihren Reiz. Jene am Mittwoch ganz besonders, geht es doch zu Borussia Dortmund, dem Team der Stunde in der Bundesliga. 6:0 Punkte werden für die Gelb-Schwarzen notiert, haften blieb vor allem der 26:25-Sieg vor der Länderspielpause beim Thüringer HC. Erklärtes Ziel in Dortmund ist es, sich an der Spitze der Bundesliga bemerkbar zu machen. Klappt bisher sehr gut. Unter  Trainer André Fuhr läuft es exzellent, die Neuzugänge haben eingeschlagen, so wurden mit Kelly Dulfer, Inger Smits und Aleksandra Zych internationale Ausnahmekönnerinnen nach Dortmund gelotst. Auch Isabell Roch und Kelly Vollebregt sind neu im Kader – das Duo trug im vergangenen Jahr noch pink. André Fuhr weniger, er war aber Trainer der TusSies. Über die Hintergründe der raschen Trennung im gegenseitigen Einvernehmen weiß man weiterhin nichts genaues, freilich werden um Umfeld des Spiels am Mittwoch die Gerüchte noch einmal hochbrodeln.

Bei der TuS Metzingen gibt man sich allerdings recht gelassen. Für Manager Ferenc Rott ist es eine „sportlich große Aufgabe“. Auch er verweist dabei auf den Sieg des BVB in Thüringen. „Wir sind nicht der Favorit. Viele sagen, dass wir keine Chance haben, genau die wollen wir aber nutzen und Dortmund ärgern“, sagt Rott. Seine Frau Edina hat das Traineramt von Fuhr übernommen. Auch sie hängt die Personalien nicht so hoch, hat den Blick fürs Wesentliche. „Wir spielen gegen ein sehr gutes Team. Da wollen wir zeigen was wir können und nach Möglichkeit gewinnen. Für manche meiner Spielerinnen gibt es ein Wiedersehen mit Isa und Kelly. Es ist aber völlig normal, dass man auf ehemalige Mitspielerinnen trifft“, so die Kommandogeberin.

Keine Konstanz

„Wir wissen nicht so recht, wo wir stehen. Durch die vielen Verletzungen kam keine Konstanz rein, sicher ist jedoch, dass wir die Spiele mit viel Leidenschaft angehen werden“, sagt der Manager. Was die Konstanz in der Besetzung anbelangt, gab es beim Pokalspiel in Sachsen den nächsten Rückschlag. Maren Weigel, die nach ihrem Muskelriss in der Wade drauf und dran war, sich der Bestform zu nähern, fällt erneut aus. Die Schulterverletzung ist noch nicht genau diagnostiziert. „Maren hat noch ein bisschen Schmerzen, wird deshalb in Dortmund nicht spielen. Das können wir einfach nicht riskieren“, verweist Edina Rott auf ihre Sorgfaltspflicht als Trainerin. Weil die Halbrechte auch in der Vorbereitung noch nicht dabei war, hat man oft mit Rechtshänderinnen auf dieser Position gespielt. „Das konnten wir immer sehr gut lösen“, geht Rott nicht ins Detail, was sie sich fürs Dortmund-Spiel vorgenommen hat. Mit dabei ist mit Jugend-Nationalspielerin Laetitia Quist eine gelernte „Linke“. Katarina Pandza, die im Pokal ebenfalls pausierte, steht auch im TuS-Aufgebot.

Kein Thema ist weiterhin Marija Obradovic. Sie macht deutlich mehr, an einen Einsatz ist aber nicht zu denken. Nachdem der Kreuzbandriss auskuriert ist, hat sie nun bekanntlich Probleme in der Achillessehnengegend, braucht weiter Geduld. „Bei Delaila und Anika ist es sehr positiv. Sie sind auf einem guten Weg.“ Edina Rott weiß natürlich auch, dass die Damen Amega und Niederwieser noch nicht bei 100 Prozent sind – aber schon sehr viel helfen können. Und Arbeit gibt es definitiv genug.

Aufpassen im Rückzug

„Der Dortmunder Rückraum ist richtig gut, dann setzen sie auch ihre schnellen Außen ein. Ihr Mittel ist zudem der schnelle Gegenstoß, weshalb wir im Rückzug aufpassen müssen.“ Edina Rott wird  ihre Pink Ladies bestens auf diese Aufgaben einstellen, die ihrerseits ja auch nicht ganz schlecht sind. Das sollte man beim Loben der Dortmunderinnen nicht vergessen.

 

 

Wolfgang Seitz
Sportredakteur der SWP