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Die TuS Metzingen erwartet im ersten Heimspiel der Saison den Aufsteiger HC Rödertal (Samstag, 19.30 Uhr, Öschhalle). Von Wolfgang Seitz

Eigentlich kann man bei der TuS Metzingen das erste Heimspiel der Saison frohen Mutes angehen, konnte doch der Saisonauftakt mit einem 36:24-Sieg in Neckarsulm sehr erfolgreich gestaltet werden. Wenn da nur nicht die erste Halbzeit gewesen wäre, in der in hinteren Regionen zu einem spontanen „Tag der offenen Tür“ geladen war. Das war noch präsent bei der Pressekonferenz am Donnerstag im Haus der nds-Netzwerksysteme in Metzingen.

„Wir werden Rödertal definitiv nicht unterschätzen“, versprach Rechtsaußen Marlene Zapf, „wenn wir nicht zu 100 Prozent fokussiert sind, kann man schlecht aussehen.“ Trainer René Hamann-Boeriths gab einen kleinen Einblick in Sachen Psychologie: „In der Halbzeit haben wir gesagt, jetzt müssen wir auch die Abwehr dazunehmen.“  Gesagt, getan – und das Unheil brach über die Neckarsulmer Sportunion herein. „Es war ein hohes Niveau in Abwehr und Gegenstoß“, lobte der TuS-Coach, der mit der Vorbereitung sehr zufrieden war. Ohne Verletzungen durchgekommen, was ein ganz wichtiger Aspekt ist, und der Lerneffekt trat auch ein, wie Marlene Zapf bestätigte: „Er brachte neuen Schwung, die Abwehr wurde stabiler. Bisher macht es sehr viel Spaß.“

Das mit der Abwehr gilt es nun über 60 Minuten auf die Platte zu bringen, dann kommt man dem Handball-Ideal von Hamann-Boeriths wieder ein bisschen näher. „Nach zehn Wochen Training mit neuem System und neuen Spielerinnen kann noch gar nicht alles perfekt sein. Da fehlt noch ein bisschen. Aber wir sind genau da, wo wir gerne sein möchten“, so der Kommandogeber der TusSies.
Mit dem HC Rödertal kommt ein Aufsteiger, der zunächst gar nicht hoch wollte, als Dritter die Option nicht wahrnahm, als die Zweitplatzierte SG Rosengarten verzichtete. Nach der Insolvenz des HC Leipzig hat man sich in Sachsen dann doch anders besonnen.

Etliche Akteurinnen aus Leipzig sind gekommen und die „Rödertalbienen“ sind sicherlich kein Kanonenfutter in der ersten Liga, obwohl nichts anderes als der Klassenerhalt am Ende herausspringen soll.

„Rödertal ist variabel in der Abwehr, kann sowohl die 5:1 als auch die 6:0 spielen. Im Angriff sind sie sehr beweglich, praktizieren ein starkes 1:1“, weiß René Hamann-Boeriths. Dem „Super-Angriffshandball“, will er mit einer guten Abwehr begegnen, die von Anfang an auf Betriebstemperatur ist. Wenn die Automatismen im TuS-Spiel greifen, dürfte dem ersten Heimsieg im ersten Heimspiel nicht mehr viel entgegenstehen.

„Es war in Neckarsulm ein sehr guter Start. Jetzt müssen wir gegen Rödertal nachlegen. Ich freue mich auf die Spiele in der Öschhalle und auf die ganze Saison“, fiebert Manager Ferenc Rott dem Anpfiff am Samstagabend entgegen.

Wenig Karten – viel TusSies-Kalender

 

Pünktlich zum ersten Heimspiel der TusSies startet der Verkauf des neuen TusSies-Kalenders. Er kann am Samstag in der Öschhalle erworben werden. Das Meisterwerk wurde fotografiert von SWP-Fotograf Thomas Kiehl. Die Location war eine ganz besondere. Anlässlich des Trainingslagers in Brest wurden die Spielerinnen an der Atlantikküste sehr vorteilhaft abgelichtet.

Karten fürs erste Saisonheimspiel gibt es ebenfalls noch – aber nicht mehr sehr viele. „Es wird voll, die Stimmung wird sehr gut sein“, prophezeite TuS-Manager Ferenc Rott bei der PK vor dem Spiel.
Dauerkarten können heute von 9 bis 18 Uhr auf der Geschäftsstelle der TuS Metzingen abgeholt werden – oder am Samstag an der Abendkasse. wose