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Trotz kämpferischer Leistung keine Chance

Am Mittwochabend empfingen die Bundesligahandballerinnen der TuS Metzingen den amtierenden Meister aus Dortmund und musste sich am Ende mit 20:28 geschlagen geben.

Kleinigkeiten machen den Unterschied

Von Beginn an wurde das Spiel der beiden Teams einem Top-Spiel zwischen dem Tabellenfünften und Tabellenzweiten würdig. Den Auftakt machten die Gäste durch Zschocke zum 0:1 (3.Min), den ersten Treffer der Pink Ladies zum zwischenzeitlichen 1:2 (5.Min) verwandelte Brøns Petersen aus sieben Metern. Die TUSSIES zeigten vor allem in der Defensive eine couragierte Leistung und hielten das Spiel eng. Immer wieder zog der BVB auf zwei Tore Abstand davon, doch die Mannschaft von Edina Rott schaffte immer wieder den Anschlusstreffer. In der 16.Minute glichen die Ermstalhandballerinnen zum 8:8 aus. Danach folgten vier Minuten ohne Tore von beiden Teams, immer wieder verpassten es die Akteurinnen auf dem Feld ihre Mannschaft in Führung zu bringen. Binnen zwei Minuten gelang der Gäste Mannschaft ein 0:3-Lauf, da sie die Fehler der jungen TUSSIES eiskalt ausnutzten (8:11 – 21.Min). Diesen Vorsprung brachten die Gäste mit 12:15 dann auch in die Halbzeitpause. Es wurde bereits im ersten Spielabschnitt deutlich, dass Kleinigkeiten das Spiel entscheiden würden.

Am Ende zu deutlich

Auch nach der Pause blieben die leidenschaftlich kämpfenden Pink Ladies dran. Maren Weigel machte in der 35.Minute das 14:17. Bei den Gästen ging zu diesem Zeitpunkt viel über die niederländische Nationalspielerin van der Heijden, die unter Zeitdruck ein ums andere Mal für ihr Team erfolgreich war. Metzingen steckte nicht auf und hatte offensiv immer wieder Lösungen parat. Brøns Petersen machte per Hüftwurf in der 45.Min das 17:20. In der Folge ließen bei der TuS die Kräfte etwas nach und es häuften sich die technischen Fehler und kleine Ungenauigkeiten. Diese wurden vom BVB eiskalt bestraft, am Ende gewinnen die Gäste verdient mit 20:28.

Die acht Tore Unterschied werden einer gut kämpfenden TUSSIES-Mannschaft zum Schluss nicht ganz gerecht, vor allem Offensiv hätten es ein paar Treffer mehr sein können. Die leidenschaftlichen Leistung wurde nach dem Spiel von den 700 Fans mit „standing ovations“ honoriert. Für die Mannschaft von Edina Rott geht es jetzt in die WM-Pause, die Nationalspielerinnen werden für die Länderspiele zu ihren Teams reisen. Das nächste Spiel der TUSSIES findet am 29.Dezemeber in Bensheim statt.

Stimmen zum Spiel:

Edina Rott:
„Wir haben heute 45 Minuten gut gegen Dortmund mitgehalten. Am Ende haben wir dann zu viele einfache Ballverluste gehabt, die dann früher oder später eiskalt bestraft werden. Wir haben in der Abwehr gut gekämpft und uns mit viel Leidenschaft gewehrt. Der Sieg geht verdient an den BVB. Wir wollen die lange Pause nutzen um uns zu regenerieren und um an unseren Baustellen zu arbeiten.“

Marlene Kalf:
„20 eigene Tore sprechen sicherlich eine deutliche Sprache, wir haben zu viele Chancen ungenutzt gelassen, das reicht dann gegen eine Mannschaft wie Dortmund nicht. In der Abwehr haben wir dafür im Vergleich zum Spiel in Buxtehude eine deutliche Leistungssteigerung hingelegt, darauf können wir aufbauen.“

Silje Brøns Petersen:
„Unser Offensivspiel hat heute nicht so gut funktioniert wie in den letzten Wochen, dafür haben wir es in der Defensive besser gemacht als am vergangenen Wochenende. Wir können mit dem Saisonstart zufrieden sein, mit 10:6 Punkte haben wir eine ordentliche Ausbeute und wollen dann nach der WM wieder durchstarten.“

Metzingen: Roth, Nilsson (beide Tor) – Kalf (3/1), Pandza (1), Degenhardt (1), Albek, Östlund (1), Juuhl Svensson (1), Weigel (3), van der Baan, Hübner (1), Symanzik, Brøns Petersen (9/4), Nocun

Dortmund: Kohorst, ten Holte (beide Tor) – Berger (1), Grijseels (2/1), Sando, Zschocke (2), Moreno, Kücükyildiz (2), Abdulla (1/1), Gutierrez (3), Freriks (7), van der Heijden (7), Rønning (3/3)

Zeitstrafen: Nocun – Berger, Grijseels, Gutierrez, van der Heijden Siebenmeter: 5/9 – 5/6
Schiedsrichter: Tanja Kuttler & Maike Merz
Zuschauer: 700